3D-Scan

Holocreators bietet neben dem 3D-Scan auch die Weiterverarbeitung der Daten an

Was ist ein 3D-Scan?

Mit einem 3D Scan wird ein Objekt dreidimensional erfasst und als 3D-Modell ausgegeben.

Die Vermessung geschieht berührungsfrei mit optischen Sensoren. Je nach Verfahren wird Licht-, Laser- oder Röntgenstrahlung verwendet. Das Ergebnis ist eine Wolke aus diversen Punkten in einem Koordinatensystem, die zusammen einen Körper abbilden. Von dieser Wolke kann man Formen ableiten.

Die Kosten

Beim 3D-Scanning gibt es eine Faustregel: Je genauer der 3D-Scan, desto teurer wird es.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Jeder kann kostenlos 3D-Scannen, wenn es nicht so genau sein muss: Schauen Sie sich dazu unseren Blog-Beitrag an: Gratis 3D-Scannen. Andere Parameter, die die Kosten treiben sind komplexe Geometrische Formen und Oberflächenbeschaffenheit, die die Erfassung des Körpers schwieriger gestalten.

  • Kostenlos – €
  • Einfache Oberfläche
  • Geringe Genauigkeit
  • € – €€
  • Normale Oberfläche
  • Mittlere Genauigkeit
  • €€ – €€€
  • Komplexe Oberfläche
  • Hohe Genauigkeit

  • Kostenlos – €
  • Einfache Oberfläche
  • Geringe Genauigkeit

  • € – €€
  • Normale Oberfläche
  • Mittlere Genauigkeit

  • €€ – €€€
  • Komplexe Oberfläche
  • Hohe Genauigkeit

Die Bauteilgröße bestimmt das 3D-Scanverfahren

Es gilt: Je größer das Bauteil, desto weniger Möglichkeiten haben Sie:

  • Die Computertomographie eignet sich für Objekte bis ca. 30cm
  • Das Streifenlichtscanning eignet sich für Bauteile bis ca. 200cm
  • Das Laserscanning eignet sich für Objekte bis 100m
  • Die Photogrammetrie eignet sich für alles andere, vom kleinen bis ganz großen.
  • Neben den Kosten bestimmt auch die Bauteilgröße das 3D-Scanverfahren.

Welche 3D-Scanverfahren gibt es?

Wir unterscheiden vier verschiedene 3D-Scan-Verfahren:

Das Streifenlichtscanning

Der Streifenlichtscanner projiziert ein Streifenlichtmuster auf das Bauteil. Die Oberfläche des Objekts verzerrt das Muster. Aus der Verzerrung berechnet der 3D-Scanner ein 3D-Modell.

Die Computertomographie

Der Computertomograph funktioniert mit Röntgenstrahlung. Das Bauteil wird durchstrahlt. Die Strahlen werden von einem Detektor erfasst. Es entsteht ein 2D schwarz-weiß Schnittbild, welches die Materialien in verschieden Grauwerten anzeigt. Aus hunderten Schnittbildern wird ein 3D-Modell erzeugt. Der Computertomograph nimmt nicht nur sämtliche Hinterschneidungen auf, sondern erfasst auch die Dichte der Materialien, was uns erlaubt diese später von einander zu trennen.

Das Laserscanning

Der Laserscanner sendet einen Laserstrahl aus und empfängt die Reflexion. Durch Lichtlaufzeit und Reflektionsstärke kann ein Punkt im Raum bestimmt werden. Dieser Prozess wird wiederholt, bis das gesamte Objekt erfasst wurde.

Die Photogrammetrie

Ein Objekt im Zentrum wird von allen Blickwinkeln aus fotografiert. Aus sich überlappenden Bildern kann eine Software das 3D-Modell berechnen. Dabei muss das Objekt entweder ruhen bzw. still halten, sodass die erfassten Punkte im Raum der verschiedenen Bilder miteinander korrespondieren oder es lösen mehrere Kameras simultan aus, sodass der Zeitraum zwischen ersten und letzten Bild minimiert wird.

Anwendungsgebiete für den 3D-Scan

Anwendungsgebiete für den 3D-Scan in absteigender Relevanz:

Prüfbericht für die Qualitätssicherung (Soll/Ist Vergleich)

Das größte Anwendungsgebiet für den 3D-Scan ist die Qualitätssicherung. Produkte werden vermessen und der Ist-Zustand bestimmt. Dieser wird mit dem Soll-Zustand verglichen welcher als CAD-Modell vorliegt. Ein Prüfbericht (Soll/Ist-Vergleich) kann erstellt werden.
Weist der Prüfbericht Abweichungen auf, können schadhafte Produkte aussortiert und der Herstellungsprozess optimiert werden.

Reverse-Engineering

Der 3D-Scan wird als Grundlage für ein Reverse-Engineering (Flächenrückführung) verwendet. Ein bestehendes Bauteil wird digitalisiert und mit Reverse-Engineering-Software in ein CAD Format umgewandelt. So gelangt man an die Baupläne. Nach der Europäischen
Schauen Sie sich unsere Rubrik: Reverse-Engineering an.

Künstlerische Projekte

Der 3D-Scan bietet fantastische Möglichkeiten für künstlerische Projekte. Von 3D-Figuren bis hin zu Skulpturen ist alles möglich.

Was ist der Unterschied zwischen einem 3D-Scanner und einem Koordinatenmessgerät?

Der 3D Scan ist ein berührungsfreies Scanverfahren. Es steht im Kontrast zum klassischen taktilen (tastendenden) Messverfahren mit dem Koordinatenmessgerät.

3D-Scanner = berührungsfrei:

Der 3D Scanner erfasst das Bauteil vollumfänglich. Jeder Messpunkt wird im Koordinatensystem bestimmt und kann anschließend ausgewertet werden. Der 3D Scan funktioniert mit optischen Sensoren.

Koordinatenmessgerät = taktil (tastend):

In der klassischen Messtechnik verwendet man ein KMG (Koordinatenmessgeräte) um Bauteile mit einem Taster zu vermessen. Eine hochgenaue aber sehr zeitaufwändige Messtechnik. Die Messpunkte werden im Voraus definiert. Der Taster steuert nacheinander jeden Messpunkt an und bestimmt diesen im Koordinatensystem.

Anfrage an Holocreators


Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?