Pneumatische Einheit

Wir haben den Bolzen einer pneumatischen Einheit erneuert. Das Problem entstand, da aufgrund von Abnutzungserscheinung die Dichtigkeit nicht mehr gewährleistet werden konnte. Anstatt die komplette Einheit neu anzuschaffen, waren wir in der Lage mithilfe von 3D-Messtechnik und Reverse-Engineering das Bauteil zu reproduzieren.

Pneumatische Einheit 3D-Modell von 3D-Scan (rot) und Reverse-Engineering (blau)

PROZESSABLAUF

Mit unserm Partner Fischer Messtechnik haben wir das Verschleißteil in einem industriellen Computertomographen (Werth Tomoscope L) 3D-gescannt. Besonders interessant ist, dass wir das Bauteil mit O-Ring gescannt haben. Die Computertomographie erlaubt es verschiedene Materialien als separate 3D-Modelle (STL-Dateien) zu extrahieren. Dies ist möglich durch die variierende Dichte der Materialien, die als unterschiedliche Grauwerte im CT dargestellt werden.

Pneumatische Einheit original Bauteil

ORIGINAL

Dieser 50 mm lange Bolzen ist Teil einer einer pneumatischen Einheit. Auf dem Foto kann man sehr gut die Abnutzungsspuren erkennen die die Dichtigkeit beeinträchtigt haben.

Pneumatische Einheit rot gefärbter SLS 3D- Druck

NACHBAU

Um das neue vom alten Teil unterscheiden zu können, haben wir das Ersatzteil auf einem SLS-3D-Drucker in Polyamid gefertigt und rot eingefärbt. Anschließend wurde der Bolzen mit einem neuen O-Ring versehen. 

Ihre Druckdaten für den 3D-Scan