Postionierungsvorrichtung

Bei diesem Aluminiumgussteil ist die Bohrung für die Feststellschraube gebrochen. Das Bauteil verrichtete seinen Dienst in der Produktionsmaschine einer Schokoladenfabrik. Die Maschinen der Fabrik sind sehr alt und es gibt keine Ersatzteile mehr. Um die Produktion aufrecht zu erhalten, war eine zügige Bereitstellung des Ersatzteils notwendig.

Positionierungsvorrichtung-3D-Modell von 3D-Scan (rot) und Reverse-Engineering (blau)

ENTSTEHUNGSGESCHICHTE

Um das Bauteil in 3D zu digitalisieren wurde der 3D-Scanner ‘Edge ScanArm HD’ von FARO benutzt. Dieses Messinstrument erstellt Aufnahmen mit einer Genauigkeit von bis zu 0,1 mm. Der 3D-Scanner tastet mit Hilfe eines Lasers die Oberfläche ab. Bohrungen und Gewinde können fast vollständig erfasst werden. Bei der Flächenrückführung am Computer ergänzen wir fehlende Informationen manuell und optimieren das Objekt für die Fertigung auf der CNC-Fräse. Links ist der unbearbeitete Scan zu sehen und rechts in blau die parametrische Flächenrückführung.

Positionierungsvorrichtung mit Haarriss

ORIGINALTEIL

In der Abbildung ist der feine Haarriss zu erkennen, der sich vom Rand des Gussteils ins Zentrum der Bohrung zieht. Dieser Riss hat dazu geführt, dass man die Feststellschraube nicht mehr anziehen konnte und die Vorrichtung locker saß.

Positionierungsvorrichtung gefräst in Aluminium

NACHBAU

Das Ersatzteil wurde aus einem massiven Aluminium Block gefräst. Bei der parametrischen Flächenrückführung wurde das Bauteil etwas vereinfacht, um die Arbeit der CNC-Fräse zu erleichtern. Anschließend wurde es wieder in die Schokoladenmaschine eingesetzt und hat einwandfrei funktioniert.

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